2. Vereinstreffen

Wendy, der Vereinshund
Dieses Mal stand das Vereinstreffen ganz im Zeichen der Kreativität!

Es galt zuallererst ein Wappen für uns zu finden.

Nachdem wir in den letzten Tagen gefühlte 5000 Wappen- Varianten gezeichnet, verändert, per Mail miteinander besprochen und alle für nicht gut genug erklärt haben, kam das allmonatliche Vereinstreffen gerade recht. Pünktlich zur Mittagszeit versammelten sich Robert, Wolstein und Grétlin um Wolsteins Kochtopf. Thies lag krankheitsbedingt flach und Sanna kam etwas später nach. Der Geruch von leckerem Krauftfleisch stieg uns schon an der Wohnungstür in die Nasen. Nachdem uns Hausherrin Wendy auch nach erfolgtem und kurzzeitig für sie zufriedenstellendem Kraulen eintreten lassen hat, machten wir uns sogleich an die Arbeit.

Es entstanden sogleich einige neue Wappenvorschläge in 3 verschiedenen Formen. Aber alles war noch nicht perfekt genug für uns, weil es ein Wappen sein sollte, was auch etwas über UNS aussagt. Also kraulten wir weiter und ließen unserer Kreativität freien Lauf!

Als dann auch Sanna und Romanus zu uns stießen, waren wir zumindest soweit, dass wir mit der Bilderschau beginnen konnten. So also begannen wir damit alle 5000 Wappenentwürfe nocheinmal zu sichten und spontan mit ja oder nein abzusegnen. Alle, die keine Zustimmung fanden wurden gelöscht und es blieben nach 2 Durchgängen noch genau 6 Wappen übrig.

Da uns jedoch bewusst war, dass es Wappen in dieser Form zu unserer Zeit, also um 1096 noch nicht gab1.), entschieden wir uns, anstelle der Schildform eine Art Banner zu nutzen. Dies zeigt gleichzeitig auch, wie wichtig uns eine authentische Grundlage ist.

Dieses Banner sollte zudem die Teilbereiche unseres Vereins durch Symbole widerspiegeln, die einen historischen Bezug nahelegen. Wir waren uns einig, dass wir das Tatzenkreuz mittig haben wollten. Da wir darstellerisch aber nicht aus religiösen Gründen am Volkskreuzzug teilnehmen, sollte das Tatzenkreuz nicht vordergründig erscheinen.

Robert am Laptop
Wir fanden dann zum Glück auch recht schnell DAS richtige Banner für uns. Wir entschieden uns aufgrund unserer Vorliebe für traditionellenelles Bogenschiessen, einen Bogen ins Banner aufzunehmen. Da wir einen Charakter magyarischen Ursprunges in unserer Darstellung haben, entschieden wir uns dies durch einen Reiterbogen zu verdeutlichen.

Weiters nahmen wir den Anfangsbuchstaben unseres Namens "Antsazigo" in der Darstellungsform der karolingischen Minuskel ins Banner auf, ebenso wie bäuerliches Gerät (Dreschflegel) und Speer. Und zu guter Letzt fanden noch 2 Würfel Platz auf unserem Banner, weil Spiele damals in den Tavernen, Freudenhäusern und Tummelplätzen der Menschen viel Anklang fanden, teilweise sogar zum Lebensunterhalt beitrugen und uns nun auf unseren Reisen in die Vergangenheit ebenso begleiten sollen.

Nachdem das Banner nun also stand, wir davon überzeugt und froh waren, dieses Kapitel endlich abschliessen zu können und uns weiteren Projekten widmen zu können, stand für uns noch eine kurze Einschulung im Umgang mit unserer Vereinswebseite auf dem Stundenplan. Dass Ihr diesen Eintrag hier lesen könnt, verdanke ich (Grétlin) unserem fleissigen Robert, der für uns den Erklärbär gespielt hat.

Während die Weibsbilder der Runde Sanna und die grippal angeschlagene Grétlin (daher zum Glück nicht auf Bild festgehalten) sich brav zur Besprechung der neu erbeuteten Stoffe und der Bannergestaltung zurückzogen, schnappte sich Robert die Kamera und schoss ein paar wenige Beweisfotos. Aber besser wenige, als gar keine! So können wir uns immer wieder unsere schönen Mannsbilder und das Hundemädchen anschauen.

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  1. siehe Wikipedia