Romanus

Romanus von Zeggendorf, seine Lebensgeschichte beginnt am Rande der Donauufer in der Nähe, der heutzutage genannten Stockerauer-Au.

Das Leben an der Donau war zur damaligen Zeit, man muss schon sagen, ein sehr gutes. Der Fluss mit seinen Seitenarmen bot Fische, Krebse, Trinkwasser, die Möglichkeit der Bewässerung des Ackers sowie im geringen Rahmen zu handeln. Die Au bot Holz und das Niederwild das man als kleiner Mann jagen durfte, konnte sich dort prächtig entwickeln. Also war für alle Grundbedürfnisse gesorgt. Kurzum es fehlte nichts was zum Überleben notwendig war.

Doch wie so oft trügt der Schein und so bieten die Ufer nicht immer nur Vorteile. So kam es, dass der Vasall nach einer Reihe von unglücklichen Umständen das Lehen verlassen musste. Die Umstände die dazu geführt haben waren mannigfaltig und wie zu oft keine glücklichen: Das Leben an den schönen Ufern, die der Familie seit Generationen eine Lebensgrundlage bot, konnte er so nicht mehr fortsetzen.5 Jahre bevor er sich entschloss seine Heimat aufzugeben, geschah das erste Unglück. Im Herbst als die Ernte eingeholt und die Lebensmittel gebunkert waren, fiel eine Gruppe des böhmischen Heeres ein, plünderten und brannten das Dorf, darunter auch der Holzstadels mit allen Samen für das nächste Jahr ab. Dabei kamen 3 seiner 4 Kinder um. Wie es damals halt so war nach derartigen Vorfällen, packten die Überlebenden gemeinsam an und begannen Dorf und Wirtschaft wieder aufzubauen. Doch nach diesen entbehrungsreichen Jahren des Wiederaufbaues kam ein Ereignis von solch einer Urgewalt , dass die wieder zu erblühende Landschaft, diesmal nicht in Schutt und Asche, jedoch in Schlamm und Wasser unterging(Wenn damals hier schon Reis bekannt gewesen wäre,…).

Und somit wurde das sonst so von Vorteil behaftende Donauland, der Untergang des Dorfes und auch vieler Familien. Nach dieser weiteren Tragödie und ohne Ziele machte sich Zeggendorf nur mit den wichtigsten Utensilien ausgerüstet, auf die Suche nach dem Sinn des Lebens (welcher schon damals nicht leicht zu finden war).

Doch da kam plötzlich, wie von Himmel vorgesehen, die Nachricht, dass man das Heilige Land befreien, seine Sünden abbüßen und auch noch mit Gold überhäuft werden könne. Was kann es da besseres geben wenn man schon nichts mehr zu verlieren hat, als solchen Versprechen nachzugehen? Absolut nichts, also auf, auf die Reise in das Ungewisse.. Gott möge uns vielleicht doch einmal schützen! Das Abenteuer wartet!