Jahresrückblick 2012

Das Jahr 2012 ist unser erstes Jahr als Verein Antsazigo! Die Highlights haben wir in einem kleinen Video zusammengestellt. Einige Details über unseren Werdegang im ersten Jahr haben wir hier zusammengeschrieben.

Vereinsgründung

Der offiziellen Vereinsgründung vom 26. Jänner 2012 waren natürlich einige Wochen intensiver Arbeit vorangegangen. Über die Wintermonate haben wir uns oft getroffen und darüber getüftelt, welche Ziele wir im Rahmen dieses Vereins denn überhaupt verwirklichen und wie wir uns historisch ausrichten wollen.

Die wichtigsten Ziele waren rasch gefunden:

  1. Gemeinsam das Hobby als Hobby ausleben
  2. Gemeinsam Recherche betreiben und Handwerkstechniken ausprobieren
  3. Gemeinsam Aktivitäten im Bereich des Reenactments und Bogensports ausüben
Historisch war uns klar, dass wir uns eher im Frühmittelalter ansiedeln wollten.

Das Wappen entsteht

Gerade die Gestaltung des Wappens fiel uns wahnsinnig schwer. Nachdem Recherchen ergeben hatten, dass die Nutzung von Wappen zu der von uns dargestellten Zeit eher nicht so üblich war und auch die Form des Schildwappens erst später kam entschieden wir uns dazu beim Wappen auf historische Authentizität zu verzichten.

Wir nahmen daher eine eckige Grundform und wählten Symbole, die unsere Vereinsziele und die historische Eingliederung illustrieren sollten.

Das Tatzenkreuz wird zwar aus heutiger Sicht als Symbol des Templerordens gesehen, allerdings war es bereits früher in Verwendung und wurde nachträglich vom Templerorden als "Markenzeichen" okkupiert1.).

Das karolingische A steht für unseren Namen "Antsazigo", dessen Bedeutung soviel wie "ehrfurchterbietend" oder "ehrfürchtig" ist2.). Der Bogen (absichtlich als Reiterbogen ausgeführt) zeigt unseren Hang zum Bogensport und die geografische Ausrichtung hin zu Reitervölkern wie bspw. den Magyaren, die um das Jahr 1000 n. Chr. bei uns vertreten waren3.).

Die Würfel symbolisieren unseren Wunsch mit diesem Hobby vor allem Spaß zu haben, und unser Vereinsziel historisch passende Gesellschaftsspiele herzustellen um diese beim Lagerleben anbieten und selbst spielen zu können. Bewusst wählten wir die abgebildete Augenzahl, sind wir doch 6 Mitglieder und unsere Wendy. Speer und Dreschflegel überkreuzt zeigen unseren gesellschaftlichen Stand als Teil des "Volkskreuzzuges". Wir sind weder Ritter noch Adelige, sondern stellen fast ausschließlich Menschen des einfachen Volkes dar.

Die ersten Lager

Unsere ersten Darstellungen als Lagergruppe hatten wir in Wien beim Mittelalterfest von Kampi von Kleinrötz, dann bei dem von Memento Mori veranstalteten Fest "Am Taggerhof" und schließlich auf Burg Lockenhaus bei Prima Nocte.

Die jeweiligen Berichte und Fotogalerien finden sich hier:

  1. Kampi von Kleinrötz
  2. Am Taggerhof
  3. Burg Lockenhaus

Schallaburg - Das goldene Byzanz

Die Ausstellung über "Das goldene Byzanz" in der Schallaburg kam uns als kulturelle Aktivität gerade recht. Passte es zwar weniger in unseren Raum, aber doch noch in unsere Zeit und hatte einiges mit der Kreuzzugs-Thematik gemein.

Schmiedekurs

Auch ein Schmiedekurs stand am Programm, um unsere handwerklichen Fertigkeiten zu erweitern.

Museumsdorf Niedersulz

Obwohl wir an einem besonders heissen Sommertage den Plan hatten uns in einen Bogenparcours zu begeben entschieden wir uns kurzfristig um. Der Tag sollte doch mehr der Fortbildung dienen und so pilgerten wir ins Museumsdorf Niedersulz um uns alte landwirtschaftliche Werkzeuge anzusehen, die uns Inspiration für eigene Erzeugnisse sein sollten.

Highlight: Cave Gladium

Ein ganz besonderes Fest stellte für uns das Cave Gladium dar. Immerhin lagert man dort nicht nur für ein Wochenende, sondern fast eine ganze Woche. So muss man genau planen, was mitgenommen werden will und gebraucht wird. Leider plagte uns eine arge Hitze vor Ort und wir konnten nicht soviel machen wie geplant. Allerdings retteten uns zwei Zuber-Termine durch die heißesten Phasen und wir kamen doch zu einigem Handwerk und sogar ein wenig Kampftraining.

Sanna beim Nähen

Romanus beim Schnitzen

Robert und Romanus beim Training

Handwerk

Zusammenfassend läßt sich sagen, dass wir handwerklich einiges vollbracht haben:

Ausklang beim HGM

Der Adventmarkt beim Heeresgeschichtlichen Museum stellt praktisch immer einen wundervollen Ausklang der Saison mit mittelalterlicher Atmosphäre dar.

Auch wir waren dort vertreten, mußten jedoch bald der Kälte weichen... Nun ist die Zeit gekommen den Winter zu nutzen um die Ausrüstung zu verbessern und Neues zu kreieren.

CARPE HIEMIS

  1. Quelle: Wikipedia, Tatzenkreuz
  2. Bedeutung siehe Althochdeutsches Wörterbuch: antsãzîg 18, ahd., Adj.: nhd. »entsetzend«, erschreckend, grausig, furchterregend, verehrungswürdig, ehrfurchtgebietend; ne. frightening, alarming, horrible, terrifying, commendable; ÜG.: lat. erectus Gl, formidolosus Gl, horridus N, metuendus N, reverendus N, suspectus (Adj.) Gl, tremendus Gl, N, venerandus N; Q.: Gl (spätes 10. Jh.), N; E.: s. intsizzen; W.: mhd. antsîzec, Adj., mutig? antsãzîgo 1, ahd., Adv.: nhd. »entsetzend«, ehrfürchtig; ne. dreadfully, reverently; Q.: N (1000); I.: lat. beeinflusst?; E.: s. intsizzen
  3. Quelle: Wikipedia: Floridsdorf