Darstellung

Einleitung

In diesem Artikel wollen wir herausarbeiten, welche Bevölkerungsgruppen uns für unsere Darstellung als Modell dienen können. Herrschaftsverhältnisse haben sich in den Jahrhunderten der Völkerwanderung und des Frühmittelalters sehr häufig verändert.

Allerdings liegt der Schluss nahe, dass die Bevölkerung sich nicht so rasch verändert hat. Zumindest im Frühmittelalter sind deutlich weniger Wanderungsbewegungen zu verzeichnen. Daher erarbeiten wir die Besiedelungen durch verschiedene Völker ab dem römischen Reich.

Antike

Römisches Reich

Germanen in Europa

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:GermanenAD50.png

Die seit dem 4. Jahrhundert vor Christus im Gebiet des heutigen Niederösterreichs ansässige keltische Bevölkerung1.) wurde von den Römern in die römische Kultur weitgehend assimiliert. Das keltische Königreich Noricum wurde kampflos als Provinz in das römische Reich eingegliedert2.). Die gegenseitigen Einflüsse führten zur "westlich-gallischen" und "norisch-pannonischen" Kultur, wodurch Elemente der keltischen Kultur weiter Bestand hatten3.).

Gegen Ende des 2. Jahrhunderts nach Christus gerieten die Quaden und Markomannen, beides germanische Stämme, in Bewegung und verwüsteten im Markomannenkrieg weite Teile der Provinzen Noricum und Pannonien. Die Markomannen konnten zwar zurückgeschlagen werden, allerdings musste Rom in wachsendem Ausmaß Germanenstämme innerhalb der Reichsgrenzen ansiedeln4.). Die norisch-pannonische Kultur verschmolz mit der germanischen Kultur.

Völkerwanderung

Völkwerwanderung

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Voelkerwanderungkarte.png

Durch den Vormarsch der Hunnen etwa um 370 n. Chr. kamen durch das heutige Niederösterreich germanische Stämme wie etwa die Ostgoten und Langobarden in Richtung Italien und die Vandalen Richtung Tunesien. Auch die Markomannen und Quaden überquerten im Jahr 395 n. Christus erneut den Limes und zerstörten die Legionslager, wodurch das Wiener Becken als Pforte in das römische Reich relativ unbeschützt blieb5.).

Die bei uns ansässigen Germanen wurden schließlich von den Hunnen unterworfen6.), die sich durch ihre militärische Kraft über weite Teile Europas ausbreiteten. Nach dem Tod Attilas 453 n. Chr. brach das Hunnenreich aber rasch auseinander7.), das Weströmische Reich endete bald danach etwa um 480 n. Chr.8.).

Frühmittelalter

Germanisch-Romanische Reiche

Die so verbleibenden germanischen Stämme, die sich praktisch im gesamten Weströmischen Reich bis ins Herz Italiens angesiedelt hatten gründeten in diesem Machtvakuum germanisch-romanische Reiche und knüpften an das römische Reich an.

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Austrasien

Eines dieser Reiche - das fränkische Reich - dehnte sich letztlich über die heutigen Staaten Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien aus (siehe Grafik links). Als "Austrasien" bezeichnete man den östlichen Teil des Herrschaftsgebietes. Diese Bezeichnung wurde 8. Jahrhundert obsolet9.). Karl der Große, als der wohl bekannteste Karolinger, dehnte das Reich noch bis in das heutige Ungarn aus. Mit dem Vertrag von Verdun wurde das Reich in das West- und Ostfrankenreich geteilt.

Slawen und Magyaren

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Origine_slaves.png

Während ab dem 5. Jahrhundert gerade die germanisch-romanischen Reiche im Entstehen sind, siedeln sich auch Slawen in Mitteleuropa an. So besiedeln sie ab etwa 600 n. Chr. sogar Gebiete des heutigen Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermarkt, Kärnten, Krain und Tirol10.).

Die Magyaren drängten ab etwa 900 n. Chr. westwärts und eroberten Gebiete bis zur Enns. Erst bei der Schlacht auf dem Lechfeld im Jahr 955 n. Chr. wurden sie von Otto I. geschlagen und aus dem Gebiet des heutigen Österreichs wieder vertrieben11.).

Die ansässigen Slawen siedelten weiterhin unter fränkischer Herrschaft.

Heiliges Römisches Reich

Wikipedia: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/HRR_10Jh.jpg

Um 900 n. Chr. verloren die Karolinger ihre Machtposition im Ostfrankenreich (siehe Grafik rechts). Otto I. aus dem Geschlecht der Liudolfinger, ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreichs, ließ sich 962 n. Chr. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches krönen. So wurde das Gebiet des heutigen Niederösterreich zur "Ostmark"12.). Diese Anknüpfung an das römische Reich und dessen "Heiligkeit" führte zur Frage nach der Vormachtstellung von Kaiser oder Papst. Der Investiturstreit beschäftigte somit sowohl die weltliche und geistliche Elite des Heiligen Römischen Reiches, und die ersten Hilferufen aus dem oströmischen Reich über das Vordringen des Islam verhallten ungehört.

Erst als der Investiturstreit vorerst beigelegt war rief Papst Urban II. 1095 zum Kreuzzug auf 13.).

Eine genauere Schilderung der Ereignisse zum Zustandekommen des Ersten Kreuzzugs finden sich in einem eigenen Artikel über den Kreuzzug.

Fazit

Für die von uns dargestellte Zeit läßt sich festhalten, dass das Gebiet des heutigen Niederösterreich als "Ostmark" eher als Grenzland zu ständig von Westen einfallenden Völkern (zuletzt Magyaren) denn als "zivilisiertes Gebiet" gegolten haben dürfte.

Spärlich besiedelt scheint es logisch, dass die fast ausschließlich landwirtschaftlich ausgerichtete Bevölkerung nebeneinander sowohl germanischer, als auch slawischer Herkunft war.

An Reitervölkern sieht unser Land einerseits die Magyaren (siehe oben, etwa 900 n. Chr.), aber auch die Awaren ein Jahrhundert früher.14.).

Für die Darstellung in unserem Verein stehen daher vor allem folgende Völker als Quelle zur Verfügung:

  1. Germanisch (niederer Stand)
  2. Germanisch-Romanisch (Ostfränkischer Adel)
  3. Slawisch (Westslawisch)
Auf den folgenden Seiten tragen wir Informationen zu den jeweiligen Darstellungen zusammen.

(DIESE SIND NOCH IN ARBEIT)

Darstellung: Germanisch
Die Mode der Germanen im 11. Jhdt.

Darstellung: Ostfränkischer Adel
Einflüsse auf "Fränkische Mode", Stoffe und Farben sowie Gewandteile für Mann und Frau.

  1. Quelle: Wikipedia, Kelten
  2. vgl. Erwin Schmidt: Die Geschichte der Stadt Wien, S. 14f
  3. Quelle: Wikipedia, Kelten und Römer
  4. vgl. Erwin Schmidt: Die Geschichte der Stadt Wien, S. 20
  5. vgl. Erwin Schmidt: Die Geschichte der Stadt Wien, S. 21
  6. Quelle: Wikipedia, Quaden
  7. Quelle: Wikipedia, Hunnen
  8. Quelle: Wikipedia, Weströmisches Reich
  9. Quelle: Wikipedia, Austrasien
  10. Quelle: Slawen
  11. Quelle: Wikipedia, Magayaren
  12. Quelle: Wikipedia: Otto I. (HRR)
  13. Quelle: Wikipedia, Erster Kreuzzug
  14. Quelle: Wikipedia: Awaren